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Der Atem der Welt

von Carol Birch

erschien bereits 2011 und ist ein klassischer Abenteuerroman um Londoner Docks, Schiffbruch und Kannibalismus.

Oder doch nicht?

1857 lebt Jaffy Brown mit seiner Mutter in Armut und Elend. Das Wunder geschieht auf dem Ratcliffe Highway in der Gestalt eines Tigers. Jamrach ein alter Haudegen, der eine bunte Menagerie an Tieren besitzt, sie ausstellt, verkauft und aus exotischen Ländern Nachschub fängt, ist eben jener Tiger entwischt. Der spaziert auf Jaffy zu, welcher mit verhaltener Furcht auf das Tier zugeht und seine Nase streichelt. Ein Prankenhieb wirft den Jungen um, doch geht er unbeschadet aus diesem Abenteuer mit Tiger hervor.

Jamrach, froh über den Ausgang, bietet seiner Mutter an, dass Jaffy einen Job in seiner Menagerie bekommt.

Er lernt Tim kennen, der sein bester Freund wird. Mit Tim heuert er auf einem Walfänger an und beide erleben einen Schiffbruch.

Zwölf Männer retten sich in zwei Boote und kämpfen ums Überleben. Der unerträgliche Hunger gipfelt im Kannibalismus und letztendlich entscheidet das Los Tim zum Opfer, um die letzten vier Überlebenden zu retten.

Die Autorin lässt ihren Helden die Geschichte in Ich-Form erzählen. Das lässt den Leser näher an Jaffy Brown heran, er kann seiner Gedankenwelt und moralischen Qualen folgen.

Carol Birch beschreibt alle Geschehnisse so stark, dass man die nach Fisch stinkenden Straßen des damaligen Londons erlebt und in die Schönheit der Südsee eintaucht.

 

Mit diesem Buch kann man auf 393 Seiten dem Alltag auf beeindruckend phantastische Weise entfliehen.

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